Geschichte

Ihr werter Vorleser, Mr. Regenbogen

Vorwort

Der engagierte Fan und interessierte Leser darf sich in diesem Teil unseres Auftrittes mit einem freundlichen „Hi.“ angesprochen fühlen, genauso wie wir Leute begrüßen die wir erwarten und schließlich treffen. Wir bemühen uns damit um Augenhöhe und die ersten oder zweiten Sympathiepunkte… das Business ist hart. Jedenfalls haben wir Kosten – nicht jedoch Mühen – gescheut, um dem Sprecher der in euren Gedanken die Geschichte erzählt, eine Stimme à la Klaus Sonnenschein zu verleihen. Klaus Sonnenschein ist im übrigen die Synchronstimme von Danny DeVito oder auch Morgan Freeman, falls das beim Vorstellen der Stimme hilft. Desweiteren wird dem Sprecher das Gesicht von Mr. Regenbogen zu Teil. Weil er unser Affe ist und weil mit ihm alles begann…

Die Bandgründung

Alle Dinge passieren, weil andere vorher passiert sind und einige Dinge funktionieren, weil Vorherige einen lehrten, was man selber zum funktionieren beisteuern könnte. Matthias trennte sich (als Schlagzeuger) von seiner alten Band, oder die Band trennte sich von ihm – da bin ich mir nicht mehr ganz sicher. Sicher ist, dass alle Beteiligten ihren Teil dazu beigetragen haben und Matthias auch genau wusste, welcher seiner war. Sei es drum! Der Schlag war heftig aber motivierend. Nach kurzer Zeit der Trennung entschloss er sich dazu eine Band zusammen zu suchen, in der die Persönlichkeit und die musikalischen Geschmäcker sich ergänzen und viel Raum für Neues bleibt. Es sollte allerdings auch der Soundtrack unserer Revolution werden, ohne sich ausgedienten Weltanschauungen zu verschreiben. Die Bandmitglieder müssen perfekt sein, gut dass wir aus dem Ruhrgebiet kommen. Just in dem Moment als er den Entschluss fasste das Projekt ins Leben zu rufen, sah er auf eine von seiner Freundin genähte Puppe, somit wurde Mr. Regenbogen als Gesicht des Unterfangens gewählt.

Die Bandfindung

Der Anfang hatte eine Zahl, 2014 und auch direkt die erste Herausforderung. Das Problem fünf passende Mitglieder zu finden begann direkt bei Matthias. Er war noch nie Frontsänger und musste Weitere erst mal überzeugen mit ihm Punk zu machen. Glücklicherweise hing Matthias seit geraumer Zeit mit Florian ab. Er hatte nicht nur einen erlesenen Musikgeschmack, sondern auch einen eigenen Bass. Sowas ist bei neugegründeten Punkbands keine Selbstverständlichkeit. Auch sonst verstanden die beiden sich sehr gut und so störte es erst mal nicht weiter, dass Florian zum einen keinerlei Banderfahrung mit sich brachte und zum anderen auch kein Virtuose an seinem Instrument war. Aber das Konzept dieser Band musste eh auf Geduld ausgelegt sein, sofern man wirklich aus alten Fehlern lernen wollte. Die beiden spielten also gut zwei Jahre in Wohnzimmern und im Freien vor sich hin und hielten Ausschau nach möglichen Kandidaten, nicht übermäßig aber kontinuierlich. Matthias besuchte in dieser Zeit das Berufskolleg Dinslaken und wie der Zufall so wollte, fand er seine Crew gleich Vorort.

Da war zunächst der eine Gitarrist, der in Matthias‘ vorheriger Band Gitarre gezockt hat und bei dem die Gespräche nach dem ersten Wiedersehen noch etwas stockend waren. Jedoch hatten die Beiden nie ein Problem miteinander und wollten auch wieder zusammen in einer Band spielen. Ja… Patrik war einer dieser perfekten Kandidaten. Er war ein super Gitarrist, brachte viele neue musikalisch Einflüsse mit, ist feierfest und mehr als banderfahren. Somit wuchs die Gruppe auf drei Mitglieder an und sie entschlossen sich, in Dinslaken stundenweise einen Proberaum zu mieten.

Weil Musik ohne Schlagzeug nicht rockt, organisierten sie gleich zum ersten Probetermin, just in time, ein Drummer-Casting. Der Raum im ND- Jugendzentrum machte was er sollte und Fabian am Schlagzeug auch. Allerdings hatte er es in seinen drei Monaten mit Matthias Ansprüchen als Schlagzeuger nicht leicht und musste die Band wieder verlassen. Zu dieser Zeit war die Band das erste Mal komplett, denn nach zwei Monaten im ersten Proberaum fand auch Nico seinen Weg zum Punk. Nico ging mit Matthias nicht nur auf eine Schule, sondern volle zwei Jahre in eine Klasse. Für diese Zeit bräuchte es eine eigene Biographie… aber es war lustig.

Zusammenfassend für das Protokoll: Nico war der nächste perfekte Kandidat. Erneut wurde die musikalische Vielfalt der Band durch einen klasse Gitarristen ergänzt und nicht nur das. Nico, war auch ein super Sänger. Schließlich nahm alles nicht nur personelle, sondern auch musikalische Formen an. Die ersten Songs wurden geschrieben und weitere Drummer gecastet. Im Juli 2016 hat es dann geklappt. Auf eine Internetannonce reagierte Jens und es war wieder alles perfekt.  Nicht nur das es keinen höflicheren und lieberen Menschen auf der Welt gibt als Jens, er konnte auch noch deutlich besser Schlagzeug spielen als Matthias. Als dann noch klar wurde, dass Jens sich stilistisch sehr dem Pop-Punk verschrieben hatte, komplettierte sich die Band erstmalig in allen Bereichen. Denn mit nachhaltiger und vollständiger Besetzung, konnte man nun über einen Bandnamen abstimmen. Es gab in den vergangenen zwei Jahren viele Ideen aber ZeitKonsum konnte sich mit Abstand durchsetzen.

Der Name stand, das Maskottchen auch und 4/5 von ihnen waren erfahrene Musiker mit Live und Studioerfahrung. Das ist wichtig und alles lief somit viel besser als gedacht. Die ersten Konzerte warteten bereits am Ende des Jahres und man plante plötzlich akribisch voraus. Bereits vor dem gelungenen ersten Konzert im AZ Aachen, war die Demo für Februar bereits vorgeplant.

2017

Praktischerweise war Marvin – der Shouter aus Patriks anderen Band Beginning (ehem. Beginning of a Universe) – nicht nur ein Freund ZeitKonsums, sondern so besaß er auch ein super Tonstudio. Es war Do-It-Yourself… und es war geil! Und um das Jahr 2017 noch besser nutzen zu können, fand man im Februar (nach genau einem fucking Jahr) den ersten eigenen Proberaum in Oberhausen Sterkrade. Zwar musste man sich den Raum mit den Jungs und Mädels von Demon Queen teilen, aber alles war produktiver als nur zwei Stunden in der Woche zu proben.

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen, aber hier mausert sich was zusammen. Mit all den unverhofften top Errungenschaften für die Band, stiegen allerdings auch die Erwartungen an der Sache an sich. Die Proben wurden strukturierter, die Musik wurde anspruchsvoller und für einen hat es am Ende doch nicht gereicht. Die Entscheidung das Florian die Band verlassen muss, wurde zwar über Monate offen besprochen und man bemühte sich auch präventiv um ein Zusammenbleiben, aber Florian stand vielen Jahren Band- und Instrumentenerfahrung quasi nackt gegenüber. Ein riesiger Streit und Frustration wären ein paar Monate später die Folge gewesen und man wollte ja aus vergangenen Fehlern lernen. Florian ist ein vernünftiger und aufrichtiger Mensch und er hat die Entscheidung nicht nur verstanden, sondern auch mitgetragen. Florian ging, die Freundschaft blieb und mit ihr, die nie enden wollende Suche nach dem perfekten Mitstreiter.

Es wurden erneut alle Hebel in Bewegung gesetzt, um endlich voran zu kommen. An dieser Stelle geht ein großer Dank an Lukas, Matthias‘ Bruder. Er spielte bereits kürzlich Gitarre und sprang für die Dauer der Suche bei ZeitKonsum als Bassmann ein. Mit seiner ebenfalls ersten Band, absolvierte er ebenfalls erfolgreich sein erstes und letztes Konzert mit ZeitKonsum (Druckluft, Oberhausen), denn unglaubliches ist geschehen.

Nach zwei Monaten der Suche und mehreren erfolglosen Vorspielern, fiel Nico dem Idioten ein (MatthiasWillDassDasHierSoSteht), dass er den perfekten Letzten aus einer früheren Band kennt und ihn nur mal fragen müsste. Unser Bass sagte “Hier.“, wenn man Marco rief. Er ist ein, für unsere Musikrichtung, erneut leicht überqualifiziertes Kerlchen aber er macht einen Kreis aus den Jungs.

Seitdem ergänzen sie sich persönlich, musikalisch und stilistisch auf jeder Wellenlänge. Dazu gehört viel Streit, weil einem jeder sehr wichtig ist und jeder an ZeitKonsum glaubt. Weil sie die Musik machen, die sie hören wollen und die Werte vermitteln, die wichtig sind.

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